Hilfe! Wie du deinem Kind nicht mehr die Würmer aus der Nase ziehen musst!

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Von Quasselstrippen und Würmerhütern

Ziehst du gerne Würmer irgendwo raus? Bist eher der Buddeltyp? Dann ist das hier nichts für dich, dann klick weiter…

Für alle anderen: Hier bekommst du DIE Lösung, wie du in Zukunft deinem Kind keine Würmer mehr aus der Nase ziehen musst. Das heißt – für das, was es im Garten anstellt, übernehme ich keine Verantwortung.

Aber ich kann dir zeigen, wie eure Gespräche entspannter verlaufen. Solche Info-Gespräche a la: wie war’s…

Oder anders: Wie du dein Kind ermutigen kannst, seine Erlebnisse vom Schulalltag zu erzählen und gut zu verarbeiten. Klingt das besser für dich? Na dann.

Als fünffache Mama mit inzwischen vier Schulkindern weiß ich, dass es manchmal nicht so einfach ist, vom Schultag meiner Kinder zu erfahren. Sagen wir mal so: Es gibt Kinder, die liiiieben es, alles zu erzählen und brauchen den Austausch. Bei diesen Kindern weißt du, dass du Zeit brauchst, damit du ihnen gerecht wirst und wirklich bei der Sache bist. Und die Dinge verstehst, die deinem Kind so wichtig sind und die seinen Alltag prägen.

Du hast so ein Kind. Prima. Dann seid ihr nicht von Würmern geplagt.

Es gibt aber auch die Kinder, die erstmal Ruhe brauchen. Abstand. Runterkommen müssen. Oder einfach die Gedanken nach der Schule mal ganz woanders hinlenken wollen. Ich persönlich bin auch eher so ein Typ, kann das also sehr gut verstehen.

Das kommt dir bekannt vor? Herzlich willkommen. Lass uns auf Würmerjagd gehen.

Als Mama befinde ich mich im Dilemma. Wenn mein Kind weiterhin beschließt, nichts erzählen zu wollen oder es später doch einfach vergisst, beschleicht mich irgendwann das berühmte Würmergefühl: Ich muss sie ihm aus der Nase ziehen! Und das – können die meisten Kinder nicht leiden. Und ich finde es auch nicht prickelnd. (Würmer…? Schüttel…!)

Wieso, weshalb, warum

Zugegeben, dass ich über dieses Thema schreibe, ist mir erstmal nicht selber eingefallen. Valerie von Schulstart mit Herz hat mich eingeladen, mit einem Expertenthema dabei zu sein in ihrem Angebot des Schulstart mit Herz-Adventskalenders.

Und so bin ich auf die Idee gekommen, den Erlebnis- und Stimmungskalender zu entwickeln. Denn gerade für uns Grundschuleltern ist es oft nicht leicht, loszulassen. Im Kopf kreisen Gedanken und Sorgen um das Wohlergehen unseres Sprösslings. Und wir fragen uns, wie es ihm im neuen Terrain der Schule wohl ergehen mag. Welche Erfahrungen macht unser Kind? Welche Emotionen hat es zu verarbeiten?

Drei Ideen ohne Würmerziehen von den Erlebnissen deines Kindes zu erfahren

Wie nun aber vermeidest du die Würmer und ihr kommt ins Gespräch? Und wie erfährst du denn, was dein Kind gerade beschäftigt und bewegt…?

Heute gibt’s hier drei Möglichkeiten:

1. Zeit zusammen verbringen

Die erste Möglichkeit ist, sich eine feste Zeit vorzunehmen, zu der ihr euch zusammensetzt. Dadurch merkt dein Kind, dass du dir Zeit nimmst und es dir wichtig ist. Problem dabei kann sein, dass es zum Zwang wird, ihr gestresst seid oder es als “Muss-Aufgabe” empfindet. Außerdem stellt sich jedes Mal die Frage nach dem Beginnen. Denn die Frage “Na, und, wie war dein Tag?”, ruft bald Augenrollen oder Schulterzucken hervor.

2. Erinnerungsbuch

Eine andere Möglichkeit ist, dass dein Kind in sein Erinnerungs- oder Monatsbuch schreibt oder malt. Dieses Thema spreche ich hier im Blog in einem späteren Beitrag an. Wenn es allerdings darum geht, einfach etwas aus der Schule zu erfahren, sprengt das oft den Rahmen, da dein Kind in seinem Buch vielleicht einfach kreativ sein möchte. Und nicht soviel über die Schule erzählen will und den Fokus des Tages auf etwas anderes legt.

3. mein Geheimrezept

Die dritte Möglichkeit steht in Verbindung mit der ersten – allerdings bekommt ihr ein Hilfsmittel an die Hand. Mit diesem fällt es sowohl dir als auch deinem Kind leichter, Erlebnisse zu reflektieren und zu verarbeiten. Dadurch entsteht Ermutigung. (Ja, auch für dich! Wenn du spürst, dass dein Kind dir in diesen Momenten Vertrauen entgegenbringt und du es samt seinen Gefühlen besser kennenlernst, wirst auch du dich ermutigt fühlen…! ).

Mit Hilfe des Erlebnis- und Stimmungskalenders kann dein Kind, wenn es heimkommt, schnell überlegen, wie der Schultag war und einen entsprechenden Sticker aufkleben (oder ausmalen). Somit ist das fix und einfach erledigt – und seien wir ehrlich: Sticker kleben fast alle Kinder gern…;-) Und du kannst dabei erkennen, welche Stimmungslage oder Erlebnisse vorrangig waren.

Natürlich ist es auch dann am besten, wenn ihr eine kurze Zeit dafür einplant, darüber zu sprechen. Nur entspannt sich das Ganze, denn du siehst schon, wie die Lage ist. Und kannst du dich innerlich darauf vorbereiten, da du erkennst, ob es brennt oder eher entspannt zugeht. Zusätzlich findest du in der Anleitung zur Herstellung des Kalenders, auch Gesprächseinstiege und Fragen, mit denen es nicht langweilig wird und mit denen du gezielt auf bestimmte Schwerpunkte eingehen kannst.

Solche Fragen können sein:

– Magst du den Sticker, den du heute geklebt hast oder hättest du lieber einen anderen geklebt?

– Wenn du dir raussuchen könntest, dass eine Sache heute in der Schule anders verläuft – welche wäre das?

– Was hätte denn diesen perfekten / dumm gelaufenen Tag noch perfekter / schlechter machen können?

Weitere Vorschläge findest du in der Anleitung!

Außerdem bekommst du 12 Stickervorlagen für alle Jahreszeiten, aus denen dein Kind dann je nach Erlebnissen und Emotionen (alles supi / alles blöd / von beidem etwas) auswählen kann.

Flexibel bleiben

Letztlich ist wichtig:

Es hängt vom Charaktertyp des Kindes ab, ob es viel oder eher wenig über seinen Schultag erzählt. Da sind Kinder, die immer schon gern und viel erzählen wollen. Es tut ihnen gut, sich Luft zu machen, ihre Erlebnisse verarbeiten und sie lieben, sich mitzuteilen. Oft können das extrovertierte Kinder sein, die ihre Energie aus dem Zusammensein mit anderen ziehen und es lieben, mal im Mittelpunkt zu stehen oder die Bestätigung durch die alleinige Aufmerksamkeit genießen. Und das ist vollkommen in Ordnung!

Und natürlich hängt es von seinen Erlebnissen ab. Denn auch ein Kind, das gern erzählt, kann eine Art Reizüberflutung erleben, weil so viele verschiedene Dinge passiert sind, die es sortieren muss, so dass es zunächst erst einmal wieder einen klaren Kopf braucht.

Und es gibt die Kinder, die erst einmal Ruhe brauchen und nicht gleich erzählen wollen. Und das ist auch ok.

Du kennst dein Kind am besten. Und wenn es sich dann einmal anders, untypisch verhält, ist das noch kein Grund zur Sorge. Denn jeder Tag, den dein Kind erlebt ist anders und fordert es anders heraus. Und die Grundstimmung, in welcher es im Moment lebt, also auch das, was es gerade emotional längerfristig beschäftigt, spielt eine große Rolle.

Setz dich also nicht unter Druck, wenn du (wieder mal) das Gefühl hast, dass dein Kind nichts erzählen mag oder du gefühlt gar nicht weißt, was es in der Schule eigentlich so erlebt – auch emotional.

Das Wundermittel: der Erlebnis- und Stimmungskalender

Und hier ist es, das Wundermittel: mit dem Erlebnis- und Stimmungskalender habt ihr ein gutes Werkzeug in der Hand. Es ist unaufdringlich und gibt deinem Kind Zeit und Gelegenheit zur Eigenreflektion. Und dir als Mama oder Papa die Möglichkeit, seine Grundstimmung des Tages zu filtern ohne viel reden zu müssen. Anhand der Sticker kannst du erkennen, wie es ihm ergangen ist und was es erlebt hat.

Und die kleinen Momente – einfach zwischendrin, vor dem Schlafengehen, in der Kuschelstunde am Abend – in denen ihr kurz über den Tag nachdenken und erzählen könnt, werden euch durch den Erlebniskalender sogar sehr gefallen! Denn der Druck ist raus.

Übrigens: es tut deinem Kind auch gut, mal was von deinem Tag zu erfahren…altersgemäß natürlich 😉

Mögt ihr es ausprobieren?

Ich bin gespannt, wie dieser euch weiterhilft und was er bei euch bewegt. 🙂 Schreib mir gern!

Be blessed. Friederike.

PS: Jaa, der Advent ist rum. Deshalb gibts meinen exklusiven Erlebniskalender bald hier. Schau wieder rein, damit du es nicht verpasst!

PPS: Dir gefällt das Design auch und am liebsten hättest Du den tollen Kalender selbst und wirst ganz neidisch …? Hier kommt Abhilfe: den Kalender gibt es bald auch als Geburtstagskalender oder Planer. 🙂 Für die Großen. Für DICH. Damit’s keinen Streit gibt.

Stay tuned.

Hilfe! Wie du deinem Kind nicht mehr die Würmer aus der Nase ziehen musst!
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