Ich lasse mich nicht aufhalten. Ich mache einfach weiter. Ich lasse mich nicht stoppen. Ich gehe voran. Ich gehe voran auf meinem Weg, von dem ich weiß, dass Gott ihn mir bereitet hat. Aufgezeigt. Für mich bestimmt. Ich höre auf die leise Stimme, das Flüstern, das mich wie ein Lüftchen in meinen sommerlichen Gedanken umweht. Ich höre auf den Paukenschlag, der erzitternd und einschlagend mein Gemüt durchfährt, mich erbeben lässt und ein Kribbeln, das meine Sinne durchläuft. Das ist mein Weg. Ich weiß es. Ich kann es mit jeder Faser meines Körpers spüren.

Ich kenne ihn noch nicht, diesen neuen Weg. Aber ich sehe ihn. Das Erahnen liegt hinter mir, jetzt betrete ich ihn deutlich. Wohin er führt, weiß ich nicht.

Doch ich weiß, dass die Ablenkung, die Ungerechtigkeit und der plötzliche Schmerz, die von außen mein Herz ereilen, die mich ins Wanken und Zweifeln bringen wollen und wegzerren von neu beschrittenen Gleisen, mich nicht vom Weg abbringen werden. Sie werden es nicht schaffen, mich in den Graben zu zerren. Denn hier gehöre ich hin. Der Gegenwind, der mich plötzlich ereilt, kaum dass ich mein Neuland betrete, verwirrt mich. Doch ich erkenne: er hat etwas zu sagen. Mein Neuland ist wichtig. So wichtig, dass ich beinahe davongeweht werde. Denn wenn ich ihn fortsetze, meinen neuen Weg, wenn ich mein Neuland bearbeite, kann etwas aufblühen. Es kann Segen fließen. Großes geschehen. Der plötzliche unerwartete Widerstand zeigt mir: es wird etwas aufblühen. Eine große Sache beginnt.

Der Gegenwind zeigt mir, dass es in Gottes Welt wichtig ist, was ich tue. So wichtig, dass der Durcheinanderbringer beginnt, alle Register zu ziehen. Ich bin verwirrt. Ich bin erstaunt. Ich bin gestärkt.

Der Gegenwind versucht, mich zu entmutigen. Doch jetzt bestärkt er mich, wischt letzte Zweifel über die Richtigkeit meines Weges hinweg.

Ich gehe weiter voran. Ich lasse mich nicht aufhalten. Trotzdem. Und gerade deshalb.

Trotzdem. Und gerade deshalb.
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